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Overcast Testbericht

Overcast Testbericht

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Der Podcatcher vom Podcaster für Podcast Hörer. Seit 2004 bietet Marco Armendt, bekannt für die Entwicklung von Tublr, Instapaper, aber auch für den Accidental Tech Podcast, diese Anwendung für iOS an. Die App versucht mit vielen innovativen Features zu punkten und wird konsequent mit Updates versorgt.

Hier gehts zur Übersicht aller Podcatcher.

Overcast

Nach der Entwicklung von Tumblr und Instapaper hat sich Marco Armendt komplett dem Thema Podcasts verschrieben. Neben vielen Gastauftritten in anderen, bekannten Formaten veröffentlicht er auch wöchentlich eine Folge in seinem eigenen Accidental Tech Podcast. Neben dem Podcatcher bietet der Entwickler noch andere Tools an, diese richten sich aber vor allem an Podcast-Produzenten.

Overcast
Overcast
Price: Free+

Die Anwendung wird neben iOS auch im Web angeboten. So könnt ihr an einem Windows-Rechner, Mac oder anderen Geräten auf eure Abos zugreifen und die Folgen im Browser hören. Was anfangs nach einer breiten Unterstützung für alle Plattformen aussehen könnte, entpuppt sich letztlich aber, leider, schnell als eine sehr kastrierte Variante, seine Podcasts auf anderen Plattformen zu hören.


Inhaltsverzeichnis (zum Aufklappen)


Übersicht Overcast

Podcatcher Details
PlattformeniOS, Web
BackupJa
Sync MöglichkeitJa
Auto DownloadJa
Individuelle EinstellungenJa
Smart SpeedJa
Dienst IntegrationNein
ÜbertragungsdiensteAirPlay
ShownotesJa
KapitelmarkenJa, Mp3 und AAC
Sleep TimerJa
AboJa

Bedienung

Der Podcatcher Overcast richtet sich eindeutig an anspruchsvolle Nutzer. Dennoch versucht der Entwickler den Einstieg möglichst einfach zu halten.
Auffällig ist die Navigation in der App, die – vor allem im Vergleich zu den ganzen anderen iOS-Podcatchern hier im Blog – schon deutlich anders aufgebaut ist. Oben befinden sich die verschiedenen Menüpunkte. Am unteren Rand sind die grosszügig gehaltenen Navigationsbuttons verbaut. Doch dazu später mehr.

Podcasts

Der Startbildschirm zeigt genau das, was er sollte: Die von euch abonnierten Shows. Unterteilt ist dies in die von euch angelegten Playlists im oberen Bereich und eure Podcasts im unteren Bereich.
Wenn ihr einen einzelnen Podcast auswählt, bekommt ihr zuerst die ungehörten Folgen angezeigt. In einem zweiten Tab sind die kompletten Folgen des Feeds versteckt und über den dritte Tab konfiguriert ihr die Einstellungen. In diesen könnt ihr festlegen, wie die Shows sortiert werden, ob ihr eine Pushmeldung bei neuen Folgen haben möchtet und wie viele ungespielte Folgen der Podcatcher behalten soll.

Einstellungen

Wenn ihr oben links auf das Overcast Logo drückt, kommt ihr direkt in die Einstellungen eures Catchers. Dort seht ihr, wieviel Speicher die App belegt, sowohl gesamt als auch separat pro Podcast aufgelistet. In dieser Liste habt ihr auch die Möglichkeit, einfach auf einen Podcast zu tippen und dessen gesamten Inhalt zu löschen. So könnt ihr schnell und einfach Platz frei machen.

Als zweite Einstellung folgt Overcast Premium, oder anders gesagt, die Möglichkeit, dem Entwickler des Podcatchers Dankeschön zu sagen. Für CHF 10.- pro Jahr bekommt ihr keine Werbung mehr angezeigt, habt die Möglichkeit, Files hochzuladen und könnt vom orangefarbenen Logo auf ein dunkles wechseln.

In den weiteren Einstellungen könnt ihr das Theme von hell auf dunkel oder noch dunkler wechseln und etwas an der Schrift schrauben. Ausserdem lassen sich Folgen automatisch löschen, nachdem ihr sie komplett angehört habt, genauso wie Pushmeldung für das Erscheinen neuer Folgen aktivieren und ein Limit setzen, wieviele ungespielte Folgen pro Podcast im Catcher bleiben dürfen. Letzteres könnt ihr sogar pro abonniertem Podcast separat festlegen, per Voreinstellung sind es drei Stück je Podcast.

Spannend ist auch der Punkt zum Importieren eurer Podcasts aus anderen Pocatchern. Hier findet ihr in den Einstellungen für Castro, Downcast, Instacast und Pocket Cast fürs einfache importieren.

Download

Oben findet ihr direkt nach den Einstellungen den Downloadbereich. Der ist, wenn gerade keine neuen Folgen geladen werden, idealerweise leer. Wenn ihr Podcasts nur im WLAN ladet, können noch nicht (fertig) geladene Folgen darin auch verwaltet werden. Natürlich lassen sich einzelne Folgen auch während des Downloads noch priorisieren oder pausieren.

Playlists

Hinter dem dritten Menüpunkt lassen sich Playlists generieren. Hier habt ihr zwei Auswahlmöglichkeiten: Eine normale Playlist und eine sogenannte smarte Playlist. Bei einer Playlist könnt ihr einen Titel vergeben und zugehörige Folgen dafür auswählen. Eine smarte Playlist lässt sich dann, ganz dem Namen nach, etwas individueller gestallten.
Nach der Titelvergabe wählt ihr die Art der Sortierung. Wählt Podcast-Formate aus, die ihr dann auch noch unter einander sortieren könnt. Ihr könnt auch nur einzelne Folgen eines Podcasts dazu wählen oder von einem vorher gewählten Format einzelne Folgen ausgrenzen.

+

Was sich hinter dem letzten Menüpunkt verbirgt, muss ich sicher nicht allzu gross erklären. Über das + bekommt ihr neue Podcasts in euren Podcatcher – zum einen über das von Overcast geführte Verzeichnis und zum anderen auch über das Einfügen von URL bzw. RSS-Feed.

Startscreen erster Startscreen
Erster Startscreen

Das Wiedergabefenster

Wie oben schon erwähnt findet ihr unten im Podcatcher einen Mini-Player, der jedoch nicht konsequent mit eingebunden ist. Wenn ihr dort rechts auf das Podcast-Cover drückt, bekommt ihr den kompletten Player über den ganzen Screen angezeigt. Oben findet ihr die Möglichkeit, in dessen Einstellungen zu gehen und seht auch gleich, wie weit der Podcast schon abgespielt ist und wie lange er noch dauert.
Danach folgen das Podcast-Cover und die Navigationsknöpfe sowie ganz unten ein Werbebanner.
Wenn ihr das Cover nach rechts wischt, seht ihr die Detail-Einstellungen der Podcast Wiedergabe. Smart Speed und Voice Boost fallen da gleich zuerst auf. Bei der Wiedergabegeschwindigkeit habt ihr die Wahl zwischen einfacher bis hin zu dreifacher Geschwindigkeit. Schlussendlich könnt ihr die getätigten Einstellungen noch dem gerade abgespielten Podcast hinterlegen. Ansonsten gelten die Einstellungen global.
Die Shownotes findet ihr, wenn ihr das Podcast-Cover nach links wischt. Sie weisen aber je nach Inhalt doch noch den einen oder anderen Fehler auf.


Neue Podcasts hinzufügen

Am oberen rechten Ende der Anwendung (beim +) könnt ihr auf das Verzeichnis zugreifen. Lasst euch hier nicht von der grossen Menge an englischsprachigen Shows abschrecken – ihr könnt auch bequem nach deutschen Podcasts suchen und werdet die meisten davon finden. Alternativ könnt ihr Podcasts auch direkt über die Feedadresse hinzufügen.

Abosuche
Abosuche

Synchronisation / Back-up

Die Anwendung synchronisiert die Abos, ebenso wie die Abspielstände, automatisch über einen eigenen Server. Dadurch werden die Stände nicht nur auf anderen iOS Geräten angezeigt, sondern auch in der Web-Version.
Seit dem Inkrafttreten der DSGVO wird auch eine Variante ohne das Anlegen eines Accounts unterstützt. Wer diese Variante wählt, kann aber nicht auf den Webservice zugreifen.

Podcastansicht
Podcastansicht

Smart Speed

Neben der variablen Wiedergabegeschwindigkeit gilt Overcast quasi auch als Erfinder für Smart Speed. Mit dieser Option werden Stellen ohne Sprache automatisch gekürzt, damit passt sich auch die Wiedergabegeschwindigkeit gewissermassen automatisch an. Neben dem Smart Speed Button befindet sich gleich auch noch ein zweiter Button. Voice Boost ist eine Funktion, um das maximale Volumen aus einer Stimme rauszuholen, aber dennoch nicht zu übertreiben.

Der Player bietet ebenfalls eine Funktion für smarte Pausen. Wenn ihr einen Podcast nach dem Pausieren fortsetzt, springt der Player automatisch einige Sekunden zurück – damit ihr wieder in die Handlung der Folge findet. Vergleichbares findet ihr beispielsweise im Fernsehen nach der Werbung.

Das typische schnellere Abspielen gibt es natürlich auch hier. Begonnen bei 0.5-facher bis hin zu 3-facher Geschwindigkeit ist alles dabei.


Übertragungsdienste

Overcast unterstützt die Wiedergabe über den Apple Dienst AirPlay sowie auch Bluetooth Devices – zumindest was die App an sich betrifft. Im Webbrowser eurer Wahl könnt ihr natürlich auch andere Dienste auswählen, so ist da auch  die Wiedergabe via Google Cast möglich.

Eine Integration in andere Services gibt es, ohne Bastelarbeit, nicht. Eigenen Angaben nach Arbeitet der Entwickler an einer Integration für die Apple Watch.


Shownotes

Die Shownotes werden bei Overcast komplett dargestellt – bis auf die Bilder. An deren Stelle befinden sich orange Schaltflächen, die ihr anklicken könnt, das Bild wird dann entsprechend nachgeladen. Diese Funktion kann natürlich praktisch sein, wenn ihr unterwegs seid und keinen allzu grossen Datenplan habt.
Zu den Shownotes gelangt ihr, indem ihr auf den Mini-Player klickt und dort nach links wischt. Hier würde ich mir nur wünschen, dass der Player bei der Anzeige der Shownotes auch wieder in den Mini-Modus gehen würde – so verdeckt er mir fast etwas zu viel von der Ansicht.

Shownotes
Shownotes

Kapitelmarken

Overcast und die Kapitelmarken – eine Geschichte mit einigen Höhen und Tiefen. Lange Zeit unterstützte Overcast keinerlei Kapitelmarken. Das änderte sich nach massivem Einwirken vor allem aus Deutschland. Wie Armendt selbst sagte: «Because of the Germans», werden mittlerweile Kapitelmarken, sowohl in Mp3 als AAC Format, unterstützt. Der Entwickler hat sich sogar soweit davon überzeugen lassen, dass er ein eigenes Tool für die Erstellung von Kapitelmarken veröffentlicht hat – und auch seinen Podcast mit entsprechenden Sprungmarken anbietet.

Die Kapitelmarken werden hier nicht nur optisch schön untereinander angezeigt. Wenn Zeitangaben in den Shownotes zu den jeweiligen Kapitelmarken vermerkt sind, könnt ihr diese auch anklicken und für den Sprung in das jeweilige Kapitel nutzen.

Kapitelmarken
Kapitelmarken

Abo

Grundsätzlich kann die Anwendung inklusive Webplayer kostenlos genutzt werden, ihr bekommt allerdings Werbung eingeblendet. Dabei greift die Anwendung auf ihr eigenes Framework zurück, so wird nur Werbung für andere Podcasts angezeigt.
Wer keine Werbung möchte, kann ein Abo für CHF 10.- / EUR 9.99 im Jahr abschliessen. Dieses bietet neben der Werbefreiheit ausserdem die Möglichkeit, eigene Audio Dateien zu dem Service hochzuladen. Damit könnt ihr Podcasts ohne Feed oder auch mal ein Hörbuch ebenso in eurem Podcatcher anhören.


Zusammenfassung

Pro Contra
viele innovative Funktionen keine native Desktop oder Android App
(smarte) Playlists Werbung in kostenloser Version
Upload eigener Dateien – Mit Abo
Overcast
Overcast
Price: Free+

Fazit

Der Podcatcher Overcast hat bereits einige Designänderungen und Entwicklungsschritte hinter sich – all die Arbeit des Entwicklers hat sich aber auch ausgezahlt. Unter iOS bekommt ihr den wahrscheinlich fortschrittlichsten Podcatcher geboten – sogar kostenlos, wenn ihr mit der eingeblendeten Werbung leben könnt.

Abspielfenster
Abspielfenster

Wenn ihr mehr als nur die iOS Plattform benötigt, könnt ihr den Dienst dennoch nutzen. Hier bietet sich der Webplayer an. Diese Variante ist natürlich nicht das Gelbe vom Ei, aber besser für die gelegentliche Nutzung, als auf einen zweiten Podcatcher zurückgreifen zu müssen.

Hier gehts zur Übersicht aller Podcatcher.

Zukünftige Neuigkeiten, Updates rund um Overcast.

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Martin Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

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