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Castro Podcasts Testbericht

Castro Podcasts Testbericht

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Seit geraumer Zeit bieten die Entwickler von Supertop den Podcatcher Castro an. Mittlerweile ist die Anwendung in Version Drei erschienen, nach wie vor bietet sie einen interessanten, neuen Zugang zum Thema Podcasts. Castro versucht das Thema neu zu denken, der zentrale Dreh- und Angelpunkt ist nicht das Verzeichnis, sondern die App-eigene Inbox.

Hier gehts zur Übersicht aller Podcatcher.

Castro Podcasts

Der Podcatcher Casto zählt zu den alten Hasen im Bereich der Podcast-Apps. Mit jeder neuen Version versuchte der Podcatcher sein Finanzierungsmodell neu aufzustellen, am zentralen Konzept hat sich jedoch, zum Glück, wenig geändert.

Es gibt mittlerweile Unmengen an Podcasts, bei vielen Abos und Folgen kann der Anwender sehr schnell den Überblick verlieren. So kann sich rasch ein Rückstand bei gehörten Folgen aufbauen. Castro denkt den Ansatz hier neu und präsentiert neue Folgen aller Shows übersichtlich in der Inbox – der Name erinnert nicht zufällig an den Umgang mit E-Mails.
Dort könnt ihr sie zur Wiedergabeplaylist hinzufügen – am oberen oder am unteren Ende – oder direkt verwerfen.

Castro Podcasts
Castro Podcasts
Price: Free+

Die Anwendung wird ausschliesslich für iOS angeboten. Eine Unterstützung für andere Plattformen, Desktops oder gar im Web gibt es leider nicht.


Inhaltsverzeichnis


Übersicht Castro

Podcatcher Details
PlattformeniOS
BackupJa
Sync MöglichkeitNein
Auto DownloadJa
Individuelle EinstellungenJa
Smart SpeedJa, Abo
Dienst IntegrationNein
ÜbertragungsdiensteNein
ShownotesJa
KapitelmarkenJa, Abo
Sleep TimerJa
AboJa

Bedienung

Ich brauchte ein paar Anläufe mit der App. Denn die Tabs mit den einzelnen Bereichen wie der Wiedergabeliste, der Inbox, dem Archiv und der Suche ist nicht wie üblich bei Apps ganz unten angebracht. Auch oben, wie es zwischendurch mal ein paar Apps versucht haben, finden sich die Kategorien nicht, sondern direkt überhalb der Podcast-Abspiel-Navigation. Das verleitet mich auch heute noch dazu, dort zu tippen – sodass ich 15 Sekunden der aktuellen Wiedergabe zurück spule, statt in der Inbox zu landen. Dasselbe gilt für die Wiedergabeliste «Queue» links unten. Da lande ich meist im Abspielfenster des aktuell angehörten Podcasts. Doch wenn man ausschliesslich diese App verwendet, gewöhnt man sich sicher an die Bedienung.

Wiedergabeliste

Nach dem Start der Anwendung wird euch eure aktuelle Wiedergabeliste angezeigt. Dort findet ihr die bereits einsortierten Folgen. Wenn euch die aktuelle Liste nicht gefällt, lässt sich das leicht und vor allem schnell ändern. Dafür nehmt ihr einfach die von euch bevorzugte (oder eben aktuell nicht bevorzugte) Folge und schiebt sie in der Reihenfolge dorthin, wo ihr sie haben möchtet.
Ihr könnt eine Folge auch direkt antippen, dann erscheinen drei Symbole: Die Play-Taste, ein Button zum Verschieben ins Archiv und zuletzt noch das Markieren als Favorit.

Inbox

Der zweite Tab ist die bereits erwähnte Inbox, dort werden euch neue Folgen angezeigt – mit einem Mini-Logo des jeweiligen Podcasts und dahinter mit einer Zahl, wieviele Folgen des Podcasts schon aufgelaufen sind und dann unterhalb jeweils mit einer feinen grauen Überschrift, an welchem Tag die Folgen eingetroffen sind.

Auch hier könnt ihr die Folgen direkt so zuweisen, wie ihr sie haben möchtet. Dazu wieder auf die entsprechende Folge tippen und eine der vier Optionen nutzen. Direktes Starten über den Play-Button, verschieben an den Anfang oder das Ende der Wiedergabeliste und zu guter Letzt natürlich auch noch das direkte Verwerfen der Folge, dem Verschieben ins Archiv.

Dies könnt ihr global über den ganzen Podcasts machen oder ihr klickt oben die Podcasts einzeln an und sortiert so. Das hängt natürlich immer von der Masse an Abos und der Zeit, die euch zur Verfügung steht, ab.

Startscreen erster Startscreen
Erster Startscreen

Archiv

Der dritte Reiter zeigt das Archiv, darin findet ihr alle Podcasts, die ihr abonniert habt. Zusätzlich sind dort auch eure «Favoriten» sowie eine Historie eures Hörverhaltens.

Auch hier werden euch oben jeweils die einzelnen Podcasts angezeigt und unten dran noch nach Datum sortiert.

Wenn ihr direkt im Archiv einen Podcast auswählt, könnt ihr auch ältere Folgen anhören, in die Wiedergabeliste verschieben oder als Favorit vermerken. Somit könnt ihr eure ganzen Podcasts sehr einfach und praktisch direkt in der App verwalten.

Die Suche

Auf dem vierten Tab findet ihr das Verzeichnis bzw. die Möglichkeit, neue Abos hinzuzufügen. Das funktioniert über das Eingeben eines direkten Namens oben oder ihr durchwühlt die einzelnen Kategorien, die gleich unterhalb aufgelistet sind.

Das Wiedergabefenster

Beim Einblenden des Abspielfensters bekommt ihr nur die Grundfunktionen zu Gesicht. Dazu gehören oben links die Möglichkeit, den Ton via AirPlay (oder das Auswählen von eurem angeschlossenen Kopfhörer) zu streamen. Oben rechts lässt sich der Podcast teilen. Und unterhalb des Podcast-Covers befindet sich die Navigation für den aktuell abgespielten Podcast sowie der aktuelle Wiedergabe Status.
Wenn ihr oben mittig auf das Zahnrad tippt, kommen dann die Detaileinstellungen.
Dazu gehört die Einstellung für den Sleeptimer, heisst zum Beispiel, wenn ihr auf «20» tippt, läuft die Wiedergabe noch 20 Minuten und dann schaltet Castro die Wiedergabe aus – praktisch, wenn man beim Einschlafen noch Podcast hören möchte. Darunter findet ihr gleich die Wiedergabegeschwindigkeit und zwei Pro-Funktionen, auf die ich später noch eingehen werde.


Neue Podcasts hinzufügen

Wie bereits dargestellt, bietet Castro ein eigenes Verzeichnis. Dieses findet auch deutschsprachige Podcasts, in das Suchfeld könnt ihr neben den Namen auch eine URL einfügen und so Podcasts direkt hinzufügen.

Abosuche
Abosuche

Synchronisation / Back-up

Castro ist ausschliesslich auf das Gerät beschränkt, auf dem die Anwendung installiert ist. Es gibt keinerlei Funktion, eure Podcasts zu synchronisieren, auch nicht mit anderen Installationen auf iTunes Geräten innerhalb des gleichen App Store Accounts.

Zumindest wird aber ein Back-up in der iCloud angelegt, sodass ihr auf anderen Geräten auf eure Abos zugreifen könnt.


Smart Speed

Grundsätzlich bietet Castro seit Version 3 sowohl die Möglichkeit, die Wiedergabegeschwindigkeit einzustellen als auch die Möglichkeit, Pausen zu schneiden. Die letztere Funktionalität wird aber nur im Rahmen der kostenpflichtigen Pro Version angeboten.
Eine weitere Funktion, die ihr mit der Pro-Version bekommt, ist eine Audio Verbesserung.


Übertragungsdienste

Castro bietet keinerlei Übertragungsdienste an, der Podcast wird an das in iOS ausgewählte Gerät wiedergegeben. Insofern könnt ihr über die Systemauswahl immerhin die Wiedergabe an AirPlay Geräte regeln, eine eigene Option im Player der App gibt es aber nicht.


Shownotes

Die Shownotes sind etwas «versteckt», wobei das nicht ganz das richtige Wort ist. In der Navigationsleiste für die Podcast Wiedergabe unten findet ihr rechts das Podcast-Logo. Wenn ihr dort drauf tippt, kommt ihr direkt in die Shownotes.
Versteckt deshalb, weil ihr das aktuelle Abspielfenster erst verlassen müsst, bevor ihr die Shownotes auswählen könnt.
Die Shownotes werden aber schön und korrekt dargestellt. Wenn ihr darin Links findet, werden diese im In-App-Browser geöffnet.

Shownotes
Shownotes

Kapitelmarken

Grundsätzlich unterstützt Castro Kapitelmarken, auch hier handelt es sich aber um eine Funktion, die ausschliesslich im Pro-Abo zur Verfügung steht. Sofern ihr über ein solches verfügt, werden Kapitelmarken in AAC und MP3-Dateien unterstützt.

Kapitelmarken - nur im Abo
Kapitelmarken – nur im Abo

Abo

Seit Version drei wird Castro kostenlos angeboten. Den Podcatcher könnt ihr auch sehr gut in der kostenlosen Version nutzen. Einzig wenn ihr gewisse Zusatzfunktionen nutzen möchtet, braucht ihr das kostenpflichtige Abonnement:

  • Night Modus
  • Intro überspringen
  • Umstellen auf mono
  • Audio Verbesserung
  • etc.

Für das Abo habt ihr die Wahl, den Betrag im drei Monatsrhythmus oder gleich jährlich zu begleichen.
Pro drei Monate werden CHF 3.- fällig (eine Woche kostenlose Testzeit) und im Jahr CHF 9.- (eine Woche kostenlose Testzeit plus 25% gespart).
Sobald ihr das Abo abgeschlossen habt, gibt es Einstellungen je Podcast, den Support für Kapitelmarken, das automatische Beschneiden von Pausen sowie diverse Optionen zur Soundverbesserung. Käufer einer Vorgängerversion erhalten zumindest die unterschiedlichen Soundverbesserungen, leider ohne Smart Speed, kostenlos.


Zusammenfassung

Pro Contra
einfache Organisation grosser Bibliotheken keine Synchronisation
umfangreiche Funktionen – mit Abo volles Potential nur mit Abo
Castro Podcasts
Castro Podcasts
Price: Free+

Fazit

Der Podcatcher Castro bietet einen interessanten und intuitiven Ansatz bei der Verwaltung grosser Podcast Bibliotheken. Trotz der einfachen Herangehensweise erhaltet ihr einen umfangreichen und mächtigen Podcatcher – zumindest wenn ihr ein Pro Abo abschliesst.

Zusätzlich bekommt ihr auch eine Apple Watch App mitgeliefert, über die ihr die Navigation des aktuell angehörten Podcasts steuern könnt. So müsst ihr zum Pausieren oder Skippen etc. eines Podcasts nicht immer das iPhone hervorkramen.

Abspielfenster
Abspielfenster

Leider fehlt nach wie vor jedwede Möglichkeit des Syncs, wer also Podcasts auf mehr als einem iPhone konsumieren möchte, sollte sich nach einem anderen Podcatcher umsehen.
In den erweiterten Einstellungen könnt ihr die Länder Kategorie auswählen. Das hat natürlich Auswirkungen auf die Podcasts die euch in der Suche und in den Kategorien angezeigt werden.

Hier gehts zur Übersicht aller Podcatcher.

Zukünftige Neuigkeiten, Updates rund um Castro.

 

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Martin Rechsteiner Ich bin ein dreifacher Familienvater mit einem Fable für Gadgets aller Art. Ich betreibe leidenschaftlich unterschiedliche Blogs und Podcasts und mach auch ein bisschen etwas mit Video. In meiner Freizeit beschäftige ich mich mit meinen Mädels, LEGO, der Bahn und Reisen so wie ich dazu komme.

Comment(1)

  1. Guten Mittag allerseits,

    lange habe ich nach einer ausführlichen Review zu meinem Podcatcher der Wahl gesucht.
    Nun bin ich hier gelandet und möchte meine persönlichen Eindrücke zu dieser App geben.

    Wenn ich die Castro App für iOS noch nicht gekannt hätte, dann wäre ich spätestens jetzt darauf aufmerksam geworden und hätte d. App runtergeladen.
    Es macht sehr viel Sinn, dass neue Episoden in einer Inbox landen. Nicht jeder hört alles an und auch nicht jeder möchte alles von einer Episode anhören.

    Genau aus diesem Grund, nutze ich Castro und genau auch aus diesem Grund habe ich ein Abo abgeschlossen.
    Zuvor hatte ich viele andere App’s verwendet, sei es die App von Apple selbst oder Overcast, Pocket Casts etc.
    Ich hatte sie alle durch und am glücklichstens bin ich schon immer bei Castro gewesen.

    Große Bibliotheken lassen sich durch diese App spielerisch handhaben und in dieser App gibt es tatsächlich auch nur EINE Playlist.
    Die meisten anderen App’s haben mehrere Playlisten (Neu, Download, Cloud.. usw.).

    Sobald meine Queue fertig ist, fange ich an, meine Inbox zu sortieren.
    Den GeekTalk Daily habe ich z.B. so eingestellt, dass da neue Episoden DIREKT in meiner Queue landen.
    Da wird die Inbox übersprungen, weil da möchte ich SOFORT die Episode in meiner Queue haben und nicht erst in ein paar Wochen.

    GeekTalk News z.B. landet bei mir in der Inbox, wird dann von mir später sortiert.
    Toll an der News Folge ist, dass der Pokipsie Kapitel mit eingebaut hat und seit Castro 3.1 kann man Kapitel vorher schon aussortieren.
    Episode landet in meiner Inbox > Episode landet irgendwann in meiner Queue > anschließend in der Queue bestimme ich noch bestimmte Kapitel und kann somit Themen ausblenden, die mich nicht interessieren. Android sei mal als Beispiel genannt, diese kann ich als als Plus-Abonnent direkt aussortieren.

    Was mir persönlich auch am Plus-Abo gefällt ist, dass man Intro’s skippen kann.

    Was im Artikel vielleicht vergessen wurde zu erwähnen ist, dass Castro Apple CarPlay fähig ist.
    Für Fahrer vielleicht nicht uninteressant.

    Eine App, die ich täglich nutze – kann ich euch wirklich nur ans Herz legen.
    Nachteil: – Gibt keine Mac App | – Apple TV App ebenfalls nicht vorhanden

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